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Gut schlafen trotz ErkĂ€ltung – Wenn Babys krank sind

Wenn Dein Kind krank ist, braucht es vor allem viel Schlaf. Doch oft ist es so, dass gerade kranke Kinder nur schwer in den Schlaf finden, weil der Husten stört oder die Nase zu ist. Gerade beim ersten Kind tut man sich oft schwer damit, die Krankheit einzuschĂ€tzen und man weiß oft nicht, ob es eine leichte ErkĂ€ltung oder doch etwas Ernsthaftes ist. Ich möchte Dir ein paar Tipps und Infos geben, was Du tun kannst, wenn Dein Baby krank ist und wie es trotz ErkĂ€ltung gut schlafen kann.

Was tun bei einer ErkÀltung?

Viel trinken

Auch wenn es Deinem Kind schwer fĂ€llt – sorge dafĂŒr, dass es genug FlĂŒssigkeit zu sich nimmt. Das kann Muttermilch, Wasser oder Tee sein. Damit geht die ErkĂ€ltung schneller vorbei.

Sorge fĂŒr Sauerstoff

LĂŒfte Dein Zuhause gut durch. Achte darauf, dass Dein Baby dabei nicht im Zimmer ist, welches gerade gelĂŒftet wird und dass es nicht im Bereich der Zugluft liegt.

Feuchte Luft

Aufgrund einer Schwellung im Bereich der Nase und des Rachens kann Dein Baby schlecht atmen. Hier hilft es, die Raumluft anzufeuchten. Dazu legst Du eine SchĂŒssel Wasser auf die Heizung, alternativ kannst Du feuchte TĂŒcher benutzen. Die Feuchtigkeit wird inhaliert und macht die Nase wieder frei.

Wenn Du Eukalyptus-, Lavendel-, Zitronen- oder Kiefernöl im Haus hast, kannst du eine geringe Menge in die SchĂŒssel bzw. auf ein Tuch geben. Du kannst auch eine Duftlampe verwenden. Frage aber vorher den Kinderarzt, denn manche Kinder reagieren auf bestimmte Inhaltsstoffe, diese verengen und reizen die Atemwege. FĂŒr die Dosierung gilt: In einem Zimmer mit ca. zehn Quadratmetern reichen drei bis fĂŒnf Tropfen des Öls. Diese kannst du regelmĂ€ĂŸig geben.

Den gleichen Effekt erzielst Du, wenn Du das kranke Kind einfach mit ins Bad nimmst, wenn Du duschen gehst. Durch das heiße Wasser entsteht Dampf, der sich im Bad staut. Dazu sollten aber Fenster und TĂŒren geschlossen sein. Auch dieser Dampf sorgt bei Deinem Baby fĂŒr eine freie Nase. Mache das am besten, bevor es ins Bett geht.

Richtige Kleidung zum Schlafen

Bei einer ErkĂ€ltung und Fieber schwitzt Dein Baby beim Schlafen stark. Deshalb solltest Du ihm Baumwollkleidung anziehen. Baumwolle ist atmungsaktiv und fĂŒhlt sich angenehm an.

Die richtige Schlaftemperatur

Auch wenn es etwas kalt klingt – 15 Grad ist die optimale Schlaftemperatur fĂŒr kranke Kinder. Mit höheren Temperaturen fĂ€llt dem Kind das atmen noch schwerer.

Zwiebeln – ein altes Hausmittel

Teile eine Zwiebel und lege eine HĂ€lfte neben das Bett Deines Kindes. Die Zwiebel dĂŒnstet aus und sorgt dafĂŒr, dass die Atmung leichter fĂ€llt. Zudem sagt man der Zwiebel nach, dass sie keimtötend und antibiotisch wirkt.

Bleib’ Zuhause

Wenn Dein Kind erkĂ€ltet ist und hustet, solltest Du auf SpaziergĂ€nge verzichten. Erst wenn der Husten abgeklungen ist, sind AusflĂŒge nach Draußen wieder erlaubt.

Aufrechte Lage

Beim Liegen staut sich das Nasensekret, die Atemwege schwellen weiter zu. Um das zu vermeiden, kannst Du einen schmalen Ordner unter die Matratze Deines Babys legen oder Ă€hnliche Dinge, die ein Hochlagern ermöglichen. Wenn Du stillst, kannst Du Dein Baby etwas aufrecht auf Dir liegen lassen. Da kranke Babys nachts oft aufwachen und beruhigt werden mĂŒssen, ist das sicher eine bessere, wenn auch unbequeme Alternative. Das kannst Du natĂŒrlich auch machen, wenn Du nicht stillst und Dein Kind sich in dieser Position wohlfĂŒhlt.

Hygiene

Achte auf die Hygiene, wasche immer wieder Deine und die HĂ€nde Deines Kindes. Sinnvoll ist auch, immer wieder mit einem feuchten Tuch ĂŒber das Gesicht des Kindes zu gehen. Es fĂŒhlt sich nicht nur sauber, sondern auch frischer. Zudem schĂŒtzt das gegen weitere Ansteckungen. Hier genĂŒgt einfach ein sauberes Tuch oder ein Waschlappen und warmes Wasser.

Vermeide SĂŒĂŸes

Zucker stört das Immunsystem. Das gilt nicht nur fĂŒr SĂŒĂŸigkeiten, sondern auch fĂŒr raffinierten Zucker. Dieser steckt in Reis, Weißbrot und Nudeln aus Hartweizen. Steige auf Voll- oder Mehrkornprodukte um.

Das Verhalten eines kranken Kindes

Kranke Kinder brauchen oft besonders viel Aufmerksamkeit, Zuwendung, NĂ€he und Trost. Nimm’ Dir Zeit dafĂŒr und bleibe am besten zu Hause. Das Kind sollte am besten nicht in eine Kindergruppe bzw. in den Kindergarten.

Hilf’ Deinem Kind dabei, gesund zu werden und richte ihm ein Krankenlager ein. Lesen, kuscheln, Musik hören – alles kann zur Genesung beitragen. Wenn keine Ansteckungsgefahr besteht, kann es am Familienalltag teilnehmen, zum Beispiel mit einem Platz im Wohnzimmer.

Es gibt aber auch Kinder, die krank sind, aber einen fitten Eindruck machen. Sie spielen und toben wie gewohnt. Auch das solltest Du zulassen. Sorge aber immer wieder dafĂŒr, dass es sich zwischendurch ausruht und ggf. seine Medizin nimmt und am Abend rechtzeitig zur Ruhe kommt.

Im Zweifel zum Kinderarzt

In der Regel kannst Du nach einer gewissen Zeit gut einschĂ€tzen, ob Deinem Kind wirklich etwas fehlt und was Du dann tun musst. Mit den oben genannten Tipps solltet Ihr gut durch eine ErkĂ€ltung kommen. Wenn Du Dir aber nicht sicher sein solltest, dann geh’ zum Kinderarzt. Hier darfst Du nicht denken, dass man nicht wegen jeder Kleinigkeit gehen sollte. Auch ich lasse im Zweifel lieber einmal zu viel nachschauen. Manchmal reicht auch ein Anruf in der Praxis, auch ĂŒber das Telefon bekommst Du Rat. Außerhalb der Praxiszeiten kannst Du Dich an die nĂ€chste Klinik oder Ambulanz wenden. Das solltest Du unbedingt tun, wenn

  • Dein Kind völlig teilnahmslos ist
  • es Ohrenschmerzen hat
  • sich Blut im Urin oder Stuhl befindet
  • ein Hautausschlag vorhanden ist
  • es verwirrt oder nicht ansprechbar ist
  • grundlos hinfĂ€llt oder krampft
  • eine schwere Atemnot eintritt (hier rufst Du am besten den Notarzt)
  • es plötzlich stark bzw. bellend hustet

Als Mutter entwickelt man schnell ein GefĂŒhl dafĂŒr, ob es dem Kind gut oder schlecht geht und ob man ihm selbst helfen kann oder Hilfe von anderen braucht. Auch wir haben am Wochenende nicht gezögert, in die Ambulanz zu fahren, als wir das GefĂŒhl hatten, wir können nicht auf das plötzlich hohe Fieber und seine Teilnahmslosigkeit reagieren. Eine halbe Stunde spĂ€ter waren wir da und er wieder fit. So, als wĂ€re nichts gewesen. Eine kurze Kontrolle bestĂ€tigte das auch. Wir waren also einmal zu viel dort, konnten aber mit einem guten GefĂŒhl wieder nach Hause fahren und ihn ins Bett legen.

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