Skip to main content

Schlafphasen & Schlafrhythmus Baby im 1. Lebensjahr

Ratgeber auf heiabubu.de

Im ersten Lebensjahr verändert Ihr Baby mehrere Male seine Schlafphasen. Sie als Eltern können Ihrem Baby helfen, einen Schlafrhythmus zu finden, indem Sie die Dauer und Merkmale der einzelnen Schlafphasen kennen. Schlafphasen finden nach der Einschlafphase in festen Reihenfolge statt und um in die nächste Schlafphase zu finden, muss Ihr Kind lernen, nach dem Aufwachen wieder einzuschlafen. In drei Entwicklungsschritten findet Ihr Kind zu neuen Schlafmustern. Welche das sind und wie Sie aussehen, lesen Sie hier.

Das Neugeborenen-Schlafmuster (0 bis 2 Monate)

Wenn Sie erkennen, dass Ihr Kind müde ist, legen Sie es hin. Achten Sie darauf, dass Sie diese Müdigkeitsphase nicht überschreiten und warten Sie in diesem Fall die nächste Schlafphase ab. In diesem Alter sollten Sie schon mit einem Ritual beginnen, so lässt sich das Einschlafen angenehmer gestalten.

Hier dauert ein Schlafzyklus mit zwei Schlafphasen ca. 50 Minuten. Der Traumschlaf ist die erste und lebhafte Phase – die Gliedmaßen bewegen sich, Atmung und Herzschlag sind schnell und die Augen können für ein paar Sekunden geöffnet sein. In der zweiten Phase ist Ihr Baby ruhig und zeigt einen entspannten Gesichtsausdruck. Das Ende der Phase erkennen Sie daran, dass Ihr Kind aufgrund des Hungers Saugbewegungen im Schlaf macht.

Der Baby-Schlaf (3. bis 9. Monat)

Ab dem dritten Monat schläft Ihr Baby fünf oder auch mal sechs bis acht Stunden am Stück durch. Hier halten die Schlafphasen länger an und unterscheiden sich noch stärker.

Das Kind schläft nach dem Einschlafen ruhig und entspannt, sein Gehirn ist jedoch weiterhin aktiv und verarbeitet Erlebtes. Dieser sogenannte “paradoxe Schlaf” dauert etwa 15 Minuten.
25 bis 30 Minuten danach schläft ihr Baby leicht und ruhig, anschließend beginnt die Tiefschlafphase. Hier reagiert Ihr Kind empfindlich auf Störungen, da diese Phase an den paradoxen Schlaf im nächsten Schlafzyklus anschließt. Beendet wird die Tiefschlafphase durch einen Selbstweck-Mechanismus, in dem Babys oft zu wach werden. Um selbstständig in die nächste Phase zu starten, sollten Sie kein Licht einschalten oder Windeln wechseln, auch keine aufweckenden Bewegungen machen. Fängt Ihr Kind jedoch an zu weinen oder wird es sehr unruhig, kann Ihre Stimme oder Berührung helfen.

Dieser gesamte Zyklus mit den drei Phasen dauert ca. 70 Minuten und wird etwa fünf bis sieben Mal wiederholt.

Kleinkinder-Schlaf (9. bis 36. Monat)

Ab dem 9. Monat kennt Ihr Kind seine Einschlafrituale und orientiert sich auch am Schlaf der Familie. Jedoch beginnen hier die Angstträume, denn es kann in Bildern träumen.

Kinder sind jetzt wiederholt wach, die erste Phase, also das leichte Schlafen, übergeht nicht immer nahtlos an das Einschlafen und wird an der Stelle zum Tiefschlaf oft gestört. Hier ist es wichtig, dass Sie nicht eingreifen, denn so wird das Kind nur wacher. Es sollte versuchen, selbstständig in die zweite Phase zu finden, in dieser Schlaftiefe werden Tageserlebnisse verarbeitet und diese Träume können hin und wieder zu schreckhaften Reaktionen führen.

Die paradoxe Schlafphase schließt hier an und es ist nicht ungewöhnlich, dass Sie hier Gemurmel und Bewegungen wahrnehmen oder sogar Antworten bekommen. Wecken Sie das Kind nicht, es befindet sich hier noch im Halbschlaf.

Dieser Zyklus dauert ca. 70 Minuten und wird etwa sieben Mal wiederholt.

Fazit

Jedes Baby hat seinen eigenen Schlaf, die Angaben im Text dienen der Orientierung und zum Verständnis. Beobachten Sie Ihr Kind und sein Schlafverhalten genau und legen Sie es hin, sobald es Anzeichen von Müdigkeit zeigt. Dieser Punkt ist so wichtig, denn wenn dieser überschritten wird, neigen Babys zu schlechter Laune und viel Geschrei bis zur nächsten Schlafphase und je öfter das passiert, umso größer ist die Gefahr, dass Schlafstörungen auftreten.
Wacht Ihr Kind beim Schlafen auf, reagieren Sie nicht sofort, sondern warten Sie ab. Geben Sie ihm die Möglichkeit, von alleine wieder in den Schlaf zu finden und sorgen Sie sich nicht, wenn es sich – gerade in den ersten Monaten – viel im Schlaf bewegt. Das ist völlig normal und trägt zu einer gesunden Schlafgewohnheit bei. Wenn es langfristig Probleme mit dem Schlafrhythmus gibt, sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt. Er wird Ihnen sagen, ob ein Problem vorliegt und mit Ihnen eine Lösung finden.



Ähnliche Beiträge



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *