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Schlaf des Babys von 3 bis 6 Monaten

Dein Tagesablauf hat sich mittlerweile eingependelt und Du hast Dich an den Schlafrhythmus Deines Babys gewöhnt. Dein Kind ist mittlerweile drei bis sechs Monate alt und hat seinen Hauptschlaf auf die Nacht gelegt. Tagsüber schläft es nun ca. zwei bis drei Mal und Du kannst Deine Tagesplanung nun nach dem Schlaf des Babys richten. In den ersten Monaten versuchen wir die Anzeichen der Müdigkeit zu erkennen und zeigen dem Baby den Unterschied von Tag und Nacht. Jetzt ist es wichtig zu erkennen, wie viel Schlaf das Baby braucht, wann die perfekte Zeit zum Zubettgehen ist und welche Schlafrituale man entwickeln kann.

Wie viel Schlaf braucht das Baby jetzt?

Babyschlaf 3 bis 6 Monate

In diesem Alter braucht das Kind noch etwa 13 Stunden Schlaf, verteilt auf 24 Stunden. Sieben bis acht Stunden schläft es in der Nacht, oft schon an einem Stück. Der restliche Schlaf wird tagsüber, verteilt auf etwa zwei Nickerchen, gemacht. Natürlich können diese Werte auch abweichen. Es gibt Babys, die nachts noch länger schlafen und dafür tagsüber nur einmal einen Mittagsschlaf brauchen. Wichtig ist, dass Sie darauf achten, dass es den Schlaf bekommt, den es braucht.

In den ersten drei Monaten wurde das Baby zum Schlafen gelegt, wenn es Anzeichen von Müdigkeit zeigte, z. B. das Reiben an den Augen oder Spielen an den Ohren. Jetzt kannst Du Dein Kind fast immer zu den gleichen Zeiten hinlegen, denn mittlerweile hat es einen festen Rhythmus entwickelt. Halte aber nicht immer an diesen Zeiten fest – ist Dein Baby zu einer anderen und ungewohnten müde, ermögliche ihm einen angenehmen Schlaf und halte es nicht wach!

Ist das Kind krank, wird es sehr viel schlafen und das ist auch genau richtig so. Schlaf macht gesund! Wecke es also nicht, auch wenn es Dir zu lang vorkommt.

Für Eltern sind die neuen, festen Zeiten sehr praktisch. Wir haben unsere Alltagsplanung immer nach dem Schlaf unseres Sohnes gerichtet und konnten stressfrei Termine machen und auch einhalten. Allerdings kann auch genau das Gegenteil auftreten, wenn der Schlaf mal nicht so ist, wie er sein soll. Hier ein gut gemeinter Rat: Verschiebe Geplantes, statt das Kind zum Schlafen zu zwingen oder es früher aufzuwecken. Das verursacht viel mehr Stress und führt zu einem schlecht gelaunten Kind und noch schlechter gelaunten Eltern!

Die perfekte Zeit zum Schlafengehen

Die perfekte Zeit müsset Ihr natürlich für Euch selbst herausfinden, sie sollte allerdings zwischen 19 und 20.30 Uhr liegen. Wenn es später wird, wird das Kind zu müde und findet noch schwerer in den Schlaf. Lasst Euch nicht von der Lebendigkeit des Kindes täuschen – ein aktives Kind nach 20.30 Uhr steht meistens dafür, dass es eigentlich völlig übermüdet ist.

Vor dem Schlafengehen – Einschlafrituale

Damit es für Dein Kind leichter ist ins Bett zu gehen, ist es ratsam, ein Einschlafritual einzuführen. Bei uns war das das Anziehen des Schlafanzugs, anschließend wurde er ins Bettchen in seinen Schlafsack gelegt und das Mobile angemacht. Einer von uns beiden saß, bis er eingeschlafen ist, noch mit am Bett. Das Mobile spielte Musik ab und hatte einen Sterne-Projektor und schaltete sich nach 20 Minuten von selbst aus. Wenn wir das Gefühl hatten, dass unser Sohn aufgedreht war oder an diesem Tag viel passiert ist, half auch ein Bad. So konnte er etwas “herunterfahren” und entspannt ins Bett gehen.

Es gibt natürlich viele Möglichkeiten und Du wirst herausfinden, nach welchem Ritual Dein Kind leicht einschläft:

  • Singe ein Schlaflied
  • Spiele mit Deinem Kind ein Spiel, möglichst ein ruhiges
  • Lese eine Gute-Nacht-Geschichte vor
  • Erzähle vom Tag
  • Streichle oder massiere Dein Baby

Ganz egal, wie und was Du machst und wer Dein Kind ins Bett bringt. Halte das Einschlafritual ein und wiederhole es jeden Abend. So weiß Dein Kind, dass es bald ins Bett geht und kann sich darauf vorbereiten. Denke daran, dass Abendrituale auch Zeit brauchen. Beginne damit also rechtzeitig!

Schlafprobleme

Es wird Nächte geben, in denen Du und Dein Kind oft und lange wach sind. Schlafprobleme können auftreten und sind kein Grund zur Sorge. Oft ist es so, dass sich der Schlafrhythmus des Kindes verändert, weil es krank ist oder einen Schub hat. Dann schläft es schlecht ein oder weint viel. Hilf ihm dabei, wieder einzuschlafen. Nimm Dein Baby auf den Arm und beruhige es, achte aber darauf, es vor dem Einschlafen wieder ins Bett zu legen, damit es darin einschläft. Wenn Dein Baby im Elternbett besser einschläft, dann lasst es dort schlafen – vorausgesetzt, Ihr raucht nicht, trinkt keinen Alkohol und nehmt keine Drogen. Auch ein sehr weiches oder ein Wasserbett sind als Familienbett nicht geeignet.

Weitere mögliche Probleme können sein:

Ihr Kind macht zu lange MIttagsschlaf und schläft Abends schlecht ein? Dann wecken Sie es früher und beschäftigen Sie es bis zum Abend.

Dein Baby braucht nachts die Flasche? Das Problem hatten wir auch. In Hochzeiten, gerade während des Zahnens, musste ich nachts bis zu viermal die Flasche geben. Das führte dazu, dass die Windel das nicht aushielt und ich noch wickeln musste. Das machte meinen Sohn natürlich – trotz wenig Licht – wach. Hier half mir der Tipp, die Flasche mit der Zeit zu verdünnen, sehr! Ich habe immer mehr Wasser und weniger Pulver in die Flasche getan und ihm so das nächtliche Trinken abgewöhnt. Er bekam dafür vor dem Schlafengehen etwas mehr und das hat prima funktioniert.

Zu später Stunde wird das Kind zum Entdecker? Je später es wird, umso aufgedrehter ist das Kind und kann nicht genug vom Entdecken seiner Spielzeuge bekommen. Das führt dazu, dass es natürlich nicht schlafen will. Hier wird irgendwann die Grenze der Müdigkeit überschritten – das Kind ist übermüdet, zeigt es mit Geschrei und lässt sich lange nicht beruhigen. Hier hilft nur Konsequenz: Halte die Zubettgehzeit ein und nimm dafür auch kurzes Protestweinen in Kauf.

Dein Kind ist ein Frühaufsteher? Oft sind Babys sehr früh wach, liegen gut gelaunt und  brabbelnd in ihrem Bettchen, während Mama und Papa gerne noch ein bisschen schlafen möchten. Solange es in diesem Zustand ist, kann es in seinem Bett bleiben. Wenn es unruhig wird oder weint, hole es ruhig zu Euch ins Bett. Oft ist es so, dass Babys nach der Flasche oder dem Stillen noch einmal einschlafen. Genießt diese Zeit einfach!

 

Dieser Beitrag gehört zur Reihe „Einstieg ins Thema Babyschlaf – Die ersten 12 Monate“

 

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