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Einschlafrituale für Dein Baby – Rituale fürs Zubettgehen

Einschlafrituale sind wichtig für Dein Baby, denn es erleichtert das Zubettgehen und gibt ihm zu verstehen, dass es Zeit zum Schlafen ist. Ein Einschlafritual kann auch helfen, wenn einmal jemand anderes Dein Kind ins Bett bringen muss. Mit dem gewohnten Ritual wird es Deinem Baby leichter fallen, in den Schlaf zu finden und die Wahrscheinlichkeit, dass es Dich vermisst, ist dann geringer. Doch welche Rituale gibt es und welches ist das Richtige für Euch? Was solltest Du beachten und was kannst Du tun, wenn Du abstillen möchtest?

Vor dem Zubettgehen

Dein Kind ist total aufgedreht, jetzt ist es aber Zeit, ins Bett zu gehen? Dann wird Dir das Einschlafritual sehr wahrscheinlich nichts bringen. Ein Kind lässt sich nicht sofort herunterfahren und das Zubettgehen wird für Euch beide ein Kampf. Sorge also deshalb erst einmal dafür, dass Dein Baby ruhig wird und Anzeichen von Müdigkeit sichtbar werden. Erst dann solltest Du mit dem Einschlafritual beginnen. Auch wenn es einmal später wird, beginne konsequent mit dem Ritual. Das Kind muss verstehen, dass der Tag nun vorbei und es Zeit zum Schlafen ist.

Welches Einschlafritual ist das Richtige für Euch?

Das müsst Ihr herausfinden. Hast Du ein ruhiges oder ein aktives Kind? Schläft es schnell ein oder braucht es Zeit? Je nachdem, wie sich Dein Kind vor dem Schlafengehen verhält, wirst Du das passende Einschlafritual finden. Oft ist es so, dass man sich ein Ritual einfach nur ungeplant angewöhnt und damit gut fährt. Es kann aber auch sein, dass Du einfach nach dem passenden Ritual “suchen” musst und eine Weile ausprobierst. Ganz wichtig dabei ist, dass Du nicht jeden Abend ein anderes Ritual ausprobierst. Es kann sein, dass das erste Mal nicht erfolgreich ist, jedoch ist das kein Grund aufzugeben. Versuche es ein paar Tage hintereinander und wenn das wirklich nicht klappt, ändere den Ablauf schrittweise ab, bis Ihr einen anderen Weg gefunden habt.

Welche Einschlafrituale gibt es?

Baden

Baden am Abend macht müde. Warmes Wasser und das Spielen daran machen das Baby schneller müde. Im Anschluss daran kannst Du Dein Baby noch massieren, bevor Du ihm den Schlafanzug anziehst. Dabei entspannt sich Dein Kind zusätzlich und das Einschlafen dürfte nicht mehr lange dauern.

Schlafanzug und Zahnhygiene

Dieses Ritual klappt bei uns super. Hier werden die Zähne geputzt und dabei erklären wir unserem Sohn immer wieder, wie wichtig das ist. Anschließend ziehen wir ihm den Schlafanzug an und reden mit ihm über den Tag und darüber, was wir am nächsten Tag machen. Spätestens jetzt weiß er, dass es Zeit für das Bett ist und möchte noch eine Geschichte in seinem Bett hören.

Gute-Nacht-Geschichte

Lies Deinem Kind eine Gute-Nacht-Geschichte vor. Manche Bücher sind so dick, dass man dafür sehr lange braucht, deshalb solltest Du Deinem Kind vorher sagen, wie viele Geschichten es gibt und danach auch wirklich aufhören. Übrigens: Kinder lieben es, wenn sie immer die gleiche Geschichte hören dürfen. Mache Dir also keine Sorgen, wenn Du die Geschichte schon zum x-ten Mal vorliest.

Singe ein Gute-Nacht-Lied

Es gibt viele Lieder, die Du deinem Kind vorsingen kannst. Auch wenn Du nicht begabt bist, Dein Baby wird es trotzdem toll finden. Alternativ kannst Du ein Lied auch summen, das wirkt vor allem bei kleinen Babys. Wenn dir kein Lied einfällt, dann stöbere einfach mal in unserer Gute Nacht Lieder Datenbank.

Spieluhr oder ein Mobile

Lege Dein Kind in sein Bettchen und ziehe eine Spieluhr auf. Alternativ geht auch ein Mobile, welches am Bettchen hängt und sich nach dem Aufziehen bewegt. Es gibt mittlerweile Modelle, die bestimmte Motive an die Decke projizieren. Das kann einschläfernd wirken oder es passiert genau das Gegenteil: Das Kind wird wieder hellwach und freut sich über diesen tollen Effekt. Probiere es einfach aus.

Ganz egal, ob es eine Spieluhr oder ein Mobile ist – die Spieldauer ist begrenzt und es hört von selbst auf. Du kannst nach dem Aufziehen das Zimmer verlassen oder erst dann, wenn es zu Ende ist.

Weißes Rauschen

Gerade Babys lieben oft das weiße Rauschen. Ein monotones Geräusch, das sie an den Mutterleib erinnert. Das vertraute Geräusch hilft ihnen beim Einschlafen. Zusätzlich hilft es, wenn Du währenddessen die Hand hältst oder Dich einfach dazu legst, wenn es möglich ist. Mehr zum Thema: Weißes Rauschen – Schlafen wie in Mamas Bauch

Musik hören

Lasse ein Einschlaflied laufen, möglichst leise und verlasse den Raum bzw. gehe erst, wenn das Lied vorbei ist. Alternativ kann es auch ein Lieblingslied Deines Kindes sein. Es sollte auf jeden Fall ruhig sein und nicht unbedingt zum Mitmachen anregen.

Spielen

Du kannst mit Deinem Kind ein Spiel spielen. Wichtig ist auch hierbei, dass es ein ruhiges Spiel ist und Dein Baby nicht aufregt.

Gute Nacht sagen

Manche Kinder möchten nicht nur zu Mama und Papa “Gute Nacht” sagen, sondern auch zu den Spielsachen. Drehe immer die gleiche Runde, damit Dein Kind zu seinen Autos, Puppen, Plüschtieren usw. “Gute Nacht” sagen kann. Die Runde sollte dann im Bett beendet werden.

Einschlafen im Elternbett

Da Eltern sich nicht mit ins Gitterbett legen können, ist das Elternbett eine gute Möglichkeit, sich mit seinem Kind zusammen hinzulegen. Hier kannst Du mit Deinem Kind kuscheln, mit ihm reden und ihn streicheln, bis es eingeschlafen ist. Du kannst auch mehrere Rituale hier mit einfügen, z. B. das Vorlesen oder -singen. Sobald Dein Baby eingeschlafen ist, lege es in sein Bettchen. Hier solltest Du bedenken, dass das nur so lange geht, wie Du Dein Kind tragen kannst. Irgendwann wird es zu schwer werden. Oft ist es aber so, dass Kinder dann schon ein Juniorbett haben und Du Dich mit hineinlegen kannst. Das ist übrigens optimal, wenn Du es an sein neues Bett gewöhnen willst.

Kuscheln

Kuscheln kannst Du bei fast jedem Ritual. Damit gibst Du Deinem Baby ein Gefühl von Liebe, Geborgenheit und Nähe und davon kann es nicht zu viel haben. Es wird Phasen geben, in denen Dein Kind besonders viel Kuschelbedarf hat, z. B., wenn es krank ist oder zahnt. Dann kannst Du auch einmal vom gewohnten Ritual abweichen und stattdessen einfach nur in den Schlaf kuscheln.

Einschlafstillen – was tun nach dem Abstillen?

Stillen ist natürlich die einfachste Methode, um Dein Baby ins Bett zu bringen. Es ist müde, satt und hat sich an Dich gekuschelt und Du musst es nur noch in sein Bettchen legen. Doch was ist, wenn Du abgestillt hast und ein anderes Ritual brauchst?

  • Der Papa sollte das Baby erstmal ins Bett bringen. Denn bei Dir nimmt es den Milchgeruch wahr, wird unruhig und möchte natürlich an die Brust. Der Papa kann es in den Schlaf streicheln, kuscheln oder singen. Du solltest auch wirklich nicht dazu kommen, denn sonst hat der Papa verloren. Auch wenn es schwer fällt!
  • Dein Baby war durch das Stillen viel Nähe gewöhnt, das solltet Ihr auf jeden Fall beibehalten. Haltet seine Hand, streichelt ihn oder legt Euch dazu. In den Schlaf wiegen solltest Du Dein Kind möglichst nicht, es wird sich sonst nicht ablegen lassen.
  • Ein Schnuller kann helfen! Zu diesem Thema gibt es geteilte Meinungen, aber der Schnuller ist ein guter Ersatz und kann später leichter abgewöhnt werden als der Daumen.
  • Für den späten Hunger kannst Du Deinem Baby noch eine Flasche machen. Finde heraus, wie viel Milch es braucht, um satt zu werden. Am besten legst Du es gleich ins Bett und gibst ihm so die Flasche. Das ist auch etwas, was der Papa machen kann, gerade während der Zeit des Abstillens.
  • Wenn wirklich nichts hilft, denke über einen Spaziergang im Kinderwagen oder in der Trage nach. Ist Dein Kind eingeschlafen, musst Du es nur noch in sein Bettchen legen. Nach und nach wird es sich daran gewöhnen, dass es vor dem Zubettgehen nicht mehr gestillt wird. So kannst Du leichter ein neues Ritual einführen. Hier ist es wichtig, das Kind schon bettfertig zu machen, damit Du es nicht noch einmal umziehen musst.

Immer der gleiche Ablauf

Bei einem Einschlafritual ist es ganz wichtig, dass Du immer zur gleichen Zeit damit beginnst und auch vor und nach dem Einschlafen konsequent bleibst. Das heißt, Du verlässt das Zimmer auch wirklich nach dem Lied oder hörst nach drei Geschichten auf zu lesen. Gerade größere Kinder zögern das Einschlafen gerne in die Länge. Bringt jemand anderes das Baby ins Bett, solltest Du über das Ritual sprechen und darum bitten, es wie gewohnt zu machen. Kleiner Tipp: Bei Omas und Opas wirklich darauf hinweisen, konsequent zu sein! Sie drücken bei Enkelkindern gerne mal ein Auge zu und das Nachsehen habt dann Ihr als Eltern.

Artikel Tipp: Einschlafhilfe Babys – 5 Tipps für einen besseren Schlaf

Weitere Einschlafrituale

Wie bringt Ihr Eure Kinder ins Bett? Habt Ihr ein Ritual, welches hier nicht aufgeführt ist? Wir freuen uns, wenn Ihr erzählt und vielleicht damit anderen Eltern helfen könnt.



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